Können Hypnosebehandlungen auch online stattfinden?

Unter bestimmten Voraussetzungen können Behandlungen auch online durchgeführt werden.

Um eine sichere und erfolgreiche Behandlung zu gewährleisten, müssen jedoch bestimmte Regeln beachtet werden.

Eine „Hypnose“ kann technisch gesehen auch über Telefon oder Video funktionieren. Das ist nicht einmal schwierig.

Hypnose und Hypnosetherapie

Hierbei geht es aber nicht um „Hypnose“, sondern um „Hypnosetherapie“. Das ist ein großer Unterschied.
Eine Hypnose ist ein bestimmter Bewusstseinszustand. Nicht mehr und nicht weniger.
Dagegen ist Hypnosetherapie, wenn sie richtig eingesetzt wird, eine schnelle und hochwirksame Form der Psychotherapie

Wie bei jeder Therapie geht es auch bei der Hypnosetherapie darum, Störungen und Krankheiten zu heilen bzw. bestimmte Lebensumstände zu verbessern. Die „Hypnose“ ist dabei nur eine Technik neben zahlreichen anderen, die in der Behandlung eingesetzt werden.

Hypnosetherapie – Viel mehr als nur Entspannung

Viele Menschen glauben, dass es sich bei Hypnosetherapie um eine Art Wellness- oder Entspannungsbehandlung handelt.
Diese Vorstellung ist aber völlig falsch!

Richtig ist dagegen:

Bei der Hypnosetherapie handelt es sich um eine sehr direkte und hochwirksame Form der Psychotherapie.

Psychologische Prozesse, die sich in einer regulären Psychotherapie oft nur sehr langsam vollziehen und meist über einen langen Zeitraum erstrecken, finden in der Hypnosetherapie meistens deutlich schneller statt

Aber auch in der Hypnosetherapie müssen u.U. verkrustete mentale Strukturen oder alte Konflikte aufgebrochen werden.
Um eine echte und dauerhafte Verbesserung und Heilung zu erzielen, sind solche Prozesse auch in der Hypnosetherapie oft unumgänglich.

Tatsächlich haben dann solche Behandlungssitzungen überhaupt nichts mit einer Wellness- oder Entspannungsbehandlung zu tun, sondern dies kann u.U. ein sehr anstrengender Prozess sein.

Vertiefte Kommunikation auf allen Ebenen

Eine Besonderheit der Hypnosetherapie im Vergleich zu allen anderen Therapieformen liegt darin, dass der Therapeut auf eine sehr vertiefte Form mit dem Patienten kommuniziert.

Dies geschieht

  • Im mentalen wie auch im physischen Bereich (Körpersprache)
  • Im verbalen wie auch im nonverbalen Bereich
  • Auf allen bewussten und unbewussten Wahrnehmungsebenen

Dabei werden Zugangskanäle zu Bewusstseinsebenen geöffnet, die den meisten Menschen normalerweise verborgen bleiben.

Das bedeutet in der Praxis, dass der Therapeut auch kleinste Zeichen und Reaktionen des Patienten wahrnehmen und deuten muss.

Diese Zeichen können optischer, akustischer oder auch anderer Natur sein. Sie stellen ein wichtiges Signalsystem dar und sind eine elementare Voraussetzung bei der Diagnose und auch in der Behandlung.

Das Erkennen und Deuten dieser kleinsten Reaktionen ist nur möglich, wenn Patient und Therapeut sich physisch gegenüber sitzen.

Dagegen ist auf einem Bildschirm immer nur ein sehr begrenzter Ausschnitt des Patienten zu sehen, so dass die meisten dieser Zeichen und Reaktionen nicht wahrgenommen werden könnten, was zu fehlerhaften Einschätzungen und Diagnosen führen würde.

Online-Behandlungen sind möglich, aber nicht immer von Anfang an

Um die Sicherheit des Patienten und eine gefahrlose Behandlung zu gewährleisten, muss bei therapeutischen Behandlungen zumindest der Beginn der Therapie in der Praxis erfolgen, wo Therapeut und Patient sich physisch gegenüber sitzen.

Jeder Arzt, jeder Therapeut, der seriös und verantwortungsvoll arbeitet, wird stets großen Wert darauf legen, den Patienten zumindest zu Beginn einer Therapie von Kopf bis Fuß mit allen Sinnen wahrnehmen zu können, um versteckte Krankheitszeichen zu erkennen.
Das ist online nicht möglich

Beispielsweise kann der Therapeut schon anhand der Färbung der Haut und der Fingernägel oft wichtige Hinweise auf Krankheiten erkennen. Dies ist online meist nicht möglich.
Wie soll der Therapeut dann aber eine seriöse Diagnose stellen und eine verantwortungsvolle Therapie beginnen?

Nach den ersten Behandlungssitzungen, wenn der Therapeut sicher ist, dass er ab jetzt eine gefahrlose Fortsetzung der Therapie auch online gewährleisten kann, können weitere Behandlungstermine dann gerne online durchgeführt werden (z.B. per Videotelefonie, Videokonferenz, Zoom Call, Skype, Teams, Facetime, Video-Chat, WhatsApp Call oder Video Call)

Abreaktionen

Eine Behandlungssitzung der Hypnosetherapie kann durchaus ein sehr anstrengender Prozess sein, in dem es oft auch zu spontanen oder unvorhergesehenen Ereignissen wie z.B. „Abreaktionen“ kommen kann.

Bei Abreaktionen handelt es sich um Prozesse, in denen alte, aufgestaute bzw. verdrängte Gefühle aufbrechen, an die Oberfläche kommen und losgelassen, also abreagiert werden.

Diese Abreaktionen finden zu Beginn einer Hypnosetherapie recht häufig statt und können sehr heftig ausfallen. Ein erfahrener Hypnosetherapeut bekommt in seiner Praxis solche Situationen meistens schnell und souverän in den Griff. Online ist das kaum möglich

Dissoziative Störungen erkennen

Zudem muss der Hypnosetherapeut anhand kleinster Feedback-Mechanismen seines Gegenübers sofort erkennen, ob der Patient sich beispielsweise in einem Dissoziationszustand befindet.

Diese Reaktionen können durch bestimmte sehr subtile Bewegungen an allen möglichen Körperstellen auftreten.
Dies auf einem Bildschirm zu erkennen ist oft so gut wie unmöglich

Unvorhergesehene Ereignisse während der Behandlung

Noch dramatischer wäre ein echter Notfall, der ja in jeder medizinisch / therapeutischen Behandlung auftreten kann.
Auch solche Situationen bekommt ein erfahrener Hypnosetherapeut in seiner Praxis meistens schnell und souverän in den Griff. Online ist das kaum möglich.

Sie haben Fragen oder möchten einen Termin vereinbaren?

02104 – 95 24 35

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