Ritzen und schneiden
Professionelle Hilfe bei selbstverletzendem Verhalten (SVV)
Warum gerade junge Menschen sich oft selbst verletzen
Man vermutet, dass heutzutage schon jeder dritte Jugendliche sich mindestens einmal selbst verletzt hat.
Diese Selbstverletzung kann als Ritzen oder Schneiden erfolgen, aber auch durch Prellungen, Verbrühen etc.
Die meisten Eltern sind verständlicherweise sehr schockiert und mit der Situation meist völlig überfordert, wenn sie erfahren, dass ihr Kind sich selbst verletzt.
Sie fragen sich, ob dieses Verhalten noch harmlos ist oder schon auf eine psychische Störung hinweist.
Ist Ritzen schon Borderline?
Dieses Ritzen oder auch anderes selbstverletzendes Verhalten kann ein Hinweis auf eine Borderlinestörung sein – muss es aber nicht.
In vielen Fällen steckt tatsächlich nicht unbedingt keine psychische Erkrankung dahinter, sondern es kommen auch etliche andere Möglichkeiten in Frage, die dieses Verhalten zur Folge haben können.
Dies kann z.B. reine Neugier sein, vielleicht hat man etwas bei einer Freundin mitbekommen, oder das Ritzen wurde gerade in der Schule thematisiert und man wollte es einfach mal ausprobieren.
Betroffene Eltern sollten also nicht gleich in Panik verfallen oder übermäßig besorgt reagieren, sondern sich zunächst informieren, welche konkreten Ursachen und Gründe für das Verhalten ihres Kindes infrage kommen könnten.
Der besten Ansprechpartner ist hier zunächst der Hausarzt, der bei begründetem Verdacht an einen Kinder- und Jugendpsychotherapeuten oder Kinder- und Jugendpsychiater überweist.
Auslösende Ursachen für das Ritzen
Oft liegen die tiefen Ursachen für selbstverletzendes Verhalten in traumatisierenden Erlebnissen in der Vergangenheit des Betroffenen, oft schon in der Kindheit.
Darum lassen sich solche Störungen auch mit den richtigen Techniken moderner therapeutischer Hypnose oft sehr gut und meistens dann auch vergleichsweise schnell behandeln
Ursachen aufdecken, verarbeiten und auflösen mit Hypnosetherapie
Diese verantwortlichen Ursachen liegen meistens in der Tiefe des Bewusstseins verborgen, im unbewussten Bereich.
Meistens sind diese Ursachen dem Betroffenen selbst gar nicht bewusst
Diese verantwortlichen Ursachen müssen aufgedeckt, verarbeitet und aufgelöst werden.
Hierzu ist die Hypnosetherapie in besonderem Maße geeignet.
In der Trance kann ein erfahrener Hypnotherapeut die für die Störung verantwortlichen mentalen Strukturen in den tiefen Ebenen des Bewusstseins meist erfolgreich aufdecken, verarbeiten und auflösen
Sind die Ursachen einmal aufgelöst, verschwinden im allgemeinen auch alle damit verbundenen Symptome
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Ritzen und Schneiden
Selbstverletzendes Verhalten wirksam behandeln
Weitere Informationen
Was ist selbstverletzendes Verhalten (SVV)?
Unter selbstverletzendem Verhalten versteht man wiederholte Handlungen, bei denen sich eine Person absichtlich verletzt, ohne die Absicht, sich das Leben zu nehmen.
Zu den häufigsten Formen zählen Schnittverletzungen, das Kratzen oder Verbrennen der Haut, das Herausreißen von Haaren oder das Schlagen gegen den eigenen Körper.
Beim Ritzen wird häufig Körpergewebe verletzt, was kurzfristig bestimmte Empfindungen auslösen kann.
Ritzen als Ausdruck seelischer Not
Ritzen ist eine der bekanntesten Formen von selbstverletzendem Verhalten (SVV) und stellt für viele Menschen ein ernstzunehmendes Problem dar.
Dies betrifft insbesondere Jugendliche bzw. Kinder im Jugendalter, aber oft auch Erwachsene.
Dabei handelt es sich um eine bewusste Selbstverletzung, bei der der eigene Körper zum Instrument wird, um innere Anspannung, Angst, Wut, Scham oder andere intensive Gefühle zu regulieren.
Für die meisten Betroffenen ist Ritzen kein Suizidversuch, sondern ein stiller Hilferuf, ein Ausdruck tief empfundener Not der Seele.
Ursachen: Warum ritzen sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene?
Die Ursachen für das Ritzen sind komplex und vielschichtig.
Häufig liegen emotionale Belastung, ungelöste Konflikte, traumatische Erfahrungen oder eine gestörte Selbstregulation zugrunde.
Besonders im Jugendalter fehlt oft die Fähigkeit, starke Emotionen angemessen zu verarbeiten.
Mögliche Ursachen sind:
• Überforderung in Schule oder Ausbildung
• Probleme in der Eltern-Kind-Beziehung
• Mobbing durch Freunde oder Gleichaltrige
• Familiäre Konflikte
• Psychische Erkrankungen wie Borderline-Persönlichkeitsstörung
• Gefühle von innerer Leere oder Kontrollverlust
Auch Kinder können betroffen sein, wobei das Verhalten oft lange unentdeckt bleibt.
Eltern interpretieren erste Symptome nicht selten als „Phase“ oder machen sich selbst Fehler zum Vorwurf.
Symptome und Begleiterscheinungen
Typische Symptome von Ritzen sind sichtbare oder versteckte Schnittverletzungen, häufig an Armen oder Beinen.
Ausserdem sind Rückzug, lange Kleidung auch bei Hitze, starke Stimmungsschwankungen und ausgeprägte Scham oft Indikatoren, die auf selbstverletzendes Verhalten hinweisen.
Begleiterscheinungen von Ritzen und Schneiden bzw. SVV sind oft
• Schlafstörungen
• Angstzustände
• Depressive Verstimmungen
• Zwangsstörungen
• Soziale Isolation
• Probleme im schulischen oder beruflichen Alltag
In vielen Fällen tritt selbstverletzendes Verhalten gemeinsam mit anderen psychischen Störungen auf.
Gefahren und Risiken von Ritzen und Schneiden
Die Risiken von Ritzen werden oft unterschätzt.
Neben Infektionen und Narbenbildung besteht die Gefahr, dass die Intensität der Selbstverletzung zunimmt.
Was als scheinbare Entlastung beginnt, kann sich zu einem zwanghaften Verhalten entwickeln. Studien zeigen, dass unbehandeltes SVV die psychische Gesundheit langfristig stark beeinträchtigen kann.
Ritzen als Hilferuf verstehen
Für viele Betroffene ist Ritzen ein verzweifelter Hilferuf nach Unterstützung und Hilfe.
Es dient der kurzfristigen Regulation von innerer Anspannung, ersetzt aber keine nachhaltige Problemlösung.
Wichtig ist, das Verhalten nicht zu verurteilen, sondern als Signal ernst zu nehmen.
Selbsthilfe und Unterstützung im Alltag
Neben professioneller Hilfe spielt Selbsthilfe auch eine wichtige Rolle.
Dazu gehören:
• Das Erlernen alternativer Spannungsabbau-Techniken
• Offene Gespräche mit vertrauten Menschen
• Ein stabiles soziales Umfeld
• Unterstützung durch Familie und Eltern
Für Jugend und Kinder ist ein verständnisvoller Umgang besonders wichtig.
Behandlungsmöglichkeiten: Psychotherapie und Hypnosetherapie
Psychotherapie
Die Psychotherapie ist der klassische Behandlungsansatz bei selbstverletzendem Verhalten.
Je nach individueller Situation kommen verschiedene Therapieformen zum Einsatz, etwa Verhaltenstherapie oder tiefenpsychologisch fundierte Therapie.
Ziel ist es, alternative Strategien zur Emotionsregulation zu entwickeln und die zugrunde liegenden Inhalte und Konflikte zu bearbeiten.
Die Wirksamkeit psychotherapeutischer Ansätze kann sehr unterschiedlich ausfallen.
Ein Nachteil der Psychotherapie ist, dass meistens eine recht lange Behandlungszeit erforderlich ist.
Zudem müssen Patienten zunächst oft schon mehr als ein Jahr auf einen Therapieplatz warten.
Hypnose und Hypnosetherapie
Die moderne therapeutische Hypnose bzw. Hypnosetherapie gewinnt zunehmend an Bedeutung auch in der Behandlung von selbstverletzendem Verhalten wie Ritzen und Schneiden.
Hypnose bei Ritzen kann sehr effizient helfen, unbewusste Muster zu erkennen und neue, gesunde Bewältigungsstrategien zu verankern.
Man kann davon ausgehen, dass es für jedes unerwünschte Verhaltensmuster wie auch für jede andere Problematik, Störung oder Blockade im mentalen oder psychischen Bereich eine konkrete verantwortliche und auslösende Ursache gibt.
Dies gilt natürlich auch für selbstverletzendes Verhalten wie Ritzen und Schneiden.
Die Grundlagen dieser auslösenden Ursachen und Zusammenhänge haben sich oft schon sehr früh, meistens schon im Kindesalter gebildet und sie liegen meist in sehr tiefen Ebenen des Bewusstseins, also im unbewussten Bereich.
Solche Themen können nur erfolgreich und abschliessend behandelt werden, indem diese Ursachen in der Tiefe des Bewusstseins aufgedeckt und aufgelöst werden.
Hierzu ist die therapeutische Hypnose in besonderem Maße geeignet, da wir mit Hypnose einen direkten Zugang zu den tiefen Ebenen des Bewusstseins und damit zu den auslösenden Ursachen der Störung erhalten.
Durch diesen direkten Zugang können die verantwortlichen Ursachen gezielt aufgedeckt, verarbeitet und aufgelöst werden.
Dadurch erzielt man mit therapeutischer Hypnose oft deutlich schnellere und auch nachhaltigere Ergebnisse als den meisten anderen konventionellen therapeutischen Maßnahmen.
Vorteile der Hypnosetherapie
Der große Vorteil der Hypnosetherapie gegenüber allen anderen Therapieverfahren liegt also darin, dass der Hypnosetherapeut in der Hypnosetherapie durch den Einsatz der Hypnose bzw. der hypnotischen Trance den direkten Zugang zu den tiefen Ebenen des Bewusstseins erhält und daher viel direkter arbeiten kann als andere Therapeuten.
Durch spezielle mentale Techniken der Hypnosetherapie werden die auslösenden Ursachen und Zusammenhänge aufgedeckt und verarbeitet.
Sind die Ursachen einmal aufgelöst, verschwinden die Symptome und kehren auch nicht wieder zurück.
Zudem wird durch die Hypnosetherapie die innere Selbstregulation gestärkt und der Zugang zur eigenen Seele erleichtert.
Viele Erfolge von Langzeitstudien zeigen, dass Hypnosetherapie insbesondere bei Jugendlichen und Erwachsenen sehr gute Ergebnisse und meist auch recht schnelle Verbesserungen bewirken kann.
Was ist eigentlich Hypnosetherapie?
Die Hypnosetherapie ist eine moderne und hocheffiziente Sonderform der Gesprächs-Psychotherapie.
Im Gegensatz zur regulären Psychotherapie werden in der modernen Hypnosetherapie mentale Techniken wie u.a. Hypnose eingesetzt, mit denen meist deutlich schneller tiefgreifende Veränderungen im Unterbewusstsein erzielt werden können – auch bei den verantwortlichen Auslösern von selbstverletzendem Verhalten wie ritzen und schneiden.
Mit diesen mentalen Techniken können Störungen wie SVV meiste relativ schnell und effizient behandelt werden.
Hypnose – Fokussierte Aufmerksamkeit bei gleichzeitiger tiefster Entspannung.
In der hypnotischen Trance, einem Zustand tiefster Entspannung bei gleichzeitiger erhöhter Konzentration, ist der Zugang zu den sehr tiefen Ebenen des Bewusstseins möglich.
Durch diesen direkten Zugang kann der Hypnosetherapeut sehr viel direkter arbeiten, als dies in anderen Therapieformen möglich ist, und er kann bei vielen Problemen und Störungen oft deutlich schnellere Verbesserungen erzielen.
Wie läuft eine Hypnosetherapie ab?
In der Hypnosepraxis beginnt eine Hypnosetherapie-Sitzung normalerweise mit einem ausführlichen Gespräch.
Der Therapeut ermittelt dabei die spezifischen Auslöser und Symptome der Störung sowie die konkreten psychischen Belastungen.
Anschließend wird der Patient in einen tiefenentspannten Zustand versetzt, in dem der Hypnosetherapeut gemeinsam im Dialog mit dem Patienten die auslösenden Faktoren der Störung exploriert und aufdeckt und diese dann anschliessend verarbeitet und auflöst.
Nur in der hypnotischen Trance, einem Zustand tiefster Entspannung bei gleichzeitiger erhöhter Konzentration, ist der Zugang zu den sehr tiefen Ebenen des Bewusstseins möglich.
Durch diesen direkten Zugang kann der Hypnosetherapeut sehr viel direkter arbeiten, als dies in anderen Therapieformen möglich ist, und er kann bei vielen Problemen und Störungen wie selbstverletzendem Verhalten bzw. ritzen und schneiden oft deutlich schnellere Verbesserungen erzielen.
Zusammenfassung: Ritzen und Schneiden ernst nehmen und Hilfe annehmen
Ritzen und Schneiden bzw. selbstverletzendes Verhalten ist kein Aufmerksamkeitssuchen, sondern ein ernstzunehmendes Symptom seelischer Belastung.
Insbesondere Jugendliche und Kinder, aber natürlich auch Erwachsene, also alle Betroffenen haben ein Recht auf Verständnis, Hilfe und Unterstützung
Wichtig ist, dass man sich für eine professionelle und wirksame Behandlung entscheidet.
Mithilfe der modernen therapeutischen Hypnose bzw. Hypnosetherapie und möglichst auch im Zusammenhang mit einem stabilen Umfeld können neue Wege gefunden werden, mit Gefühlen, Angst, Zwängen und innerer Not umzugehen.
Frühzeitige Hilfe kann langfristige Folgen verhindern und den Weg zu mehr Lebensqualität ebnen.
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