Übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose)
Ursachen, Symptome und wirksame Behandlungsmöglichkeiten
Schwitzen – Eigentlich ein ganz natürlicher Prozess
Schwitzen ist ein natürlicher Prozess des Körpers.
Schwitzen ist wichtig, um die Körpertemperatur zu regulieren.
Schwitzt man ungewöhnlich stark, bildet der Körper mehr Schweiß als dafür nötig ist.
Der medizinische Fachbegriff für dieses übermäßige Schwitzen lautet Hyperhidrose.
Es handelt sich also bei der Hyperhidrose um eine Störung der Schweißregulation.
Für diese Störung kann es ganz unterschiedliche Ursachen geben.
Belastungen durch übermäßiges Schwitzen
Menschen, die unter starkem Schwitzen, häufigen Schwitzattacken bzw. Schweißausbrüchen leiden, erleben nicht nur körperliche Beschwerden, sondern oft auch erhebliche psychische Belastungen.
Die Ursachen für das gestörte Schwitzen sind vielfältig und reichen von psychischen Zusammenhägen über die Wechseljahre und allen möglichen Erkrankungen bis hin zu Medikamenten.
Manchmal lässt sich auch zunächst kein Auslöser feststellen.
Die Therapie richtet sich also immer nach der jeweiligen Ursache.
In diesem Artikel möchten wir über die wichtigsten Ursachen und die typischen Symptome für das Schwitzen informieren und aufzeigen, wie Psychotherapie und Hypnosetherapie gegen übermäßiges Schwitzen helfen können.
Was ist Hyperhidrose?
Unter Hyperhidrose versteht man „schwitzen am ganzen Körper oder auch lokal begrenzt auf bestimmte Bereiche wie Hände, Füße oder Achseln, ohne dass körperliche Anstrengung oder Hitze eine Rolle spielen“.
Dieses starke Schwitzen kann in jeder Lebensphase auftreten und führt häufig zu sozialer Angst, Rückzug und Schamgefühlen.
Ursachen von übermäßigem Schwitzen
Die möglichen Ursachen einer Hyperhidrose sind vielfältig.
Häufig spielen mehrere Faktoren zusammen:
Mögliche körperliche und biologische Ursachen für das Schwitzen
• Überaktive Schweißdrüsen
• Hormonelle Veränderungen
• Stoffwechselprozesse
• Genetische Faktoren
Psychische Ursachen für das Schwitzen
Ein entscheidender, oft unterschätzter Auslöser sind psychische Faktoren.
Viele Betroffene berichten von übermäßigem Schwitzen in Phasen von Stress, aber auch von Schwitzen durch Nervosität oder Schwitzen und Angst in sozialen oder beruflichen Situationen.
Stress aktiviert das autonome Nervensystem, was zu verstärkten Schweißausbrüchen führt.
Emotionale Verstärkungseffekte
Das Denken an das Schwitzen selbst („Hoffentlich sieht es keiner“) kann die Symptome verstärken.
Die Angst vor Schwitzattacken löst neue Attacken aus – ein typischer Teufelskreis zwischen Körper und Psyche.
Symptome von Hyperhidrose
Die Symptome können leicht oder sehr ausgeprägt auftreten:
• Schwitzen am ganzen Körper
• oder nur lokal
• Plötzliche Schweißausbrüche ohne körperliche Gründe
• Feuchte Hände oder Füße
• Stark durchnässte Kleidung
• Dauerhafte Geruchsbildung trotz Hygiene
• Erhebliche psychische Belastung durch Kontrollverlust
Viele Betroffene entwickeln soziale Angst, vermeiden Nähe zu anderen Menschen oder fürchten berufliche und private Situationen, in denen starkes Schwitzen sichtbar werden könnte.
Gefahren und Begleiterscheinungen von übermäßige Schwitzen
Unbehandelte Hyperhidrose kann zu folgenden Problemen führen:
• Hautirritationen, Ekzeme oder Pilzinfektionen
• Schlafstörungen
• Selbstwertprobleme
• Rückzug aus sozialen Kontakten
• Vermeidungsverhalten und chronischer Stress
Besonders ernst wird es, wenn Schwitzen durch Angst oder Schwitzen bei Stress zu dauerhaften Einschränkungen im Alltag führen.
Behandlungsmöglichkeiten bei übermäßigem Schwitzen
Die meisten Betroffenen suchen nach einer wirksamen Behandlung gegen das Schwitzen, die über kosmetische Maßnahmen hinausgeht.
Da das Zusammenspiel von Psyche und Körper hierbei eine zentrale Rolle spielt. existieren neben medizinischen Verfahren auch wissenschaftlich anerkannte psychotherapeutische Ansätze,
Psychotherapie bei Hyperhidrose
Die Psychotherapie gegen Hyperhidrose zielt darauf ab, die psychischen Auslöser, Verstärker und Stressmechanismen zu behandeln.
Wie hilft Psychotherapie gegen Schwitzen?
• Identifikation individueller Stressauslöser
• Abbau von sozialer Angst und Leistungsdruck
• Arbeit am Selbstwert
• Training für mehr Gelassenheit in angstauslösenden Situationen
• Unterbrechung des „Angst-Schwitz-Kreislaufs“
Diese Form der psychologischen Behandlung gegen Schwitzen ist besonders dann sinnvoll, wenn psychische Ursachen für das Schwitzen dominieren.
Nachteil der Psychotherapie:
Psychotherapien erstrecken sich meist über einen längeren Zeitraum, bis eine spürbare Besserung eintritt.
Schon die Wartezeit auf einen Therapieplatz kann oft mehr als ein Jahr betragen
Hypnosetherapie gegen übermäßiges Schwitzen
Eine moderne und wirksame Alternative zur Psychotherapie ist die moderne therapeutische Hypnose bzw. Hypnosetherapie.
Hypnosetherapie ist eine anerkannte, sanfte, aber sehr wirksame Sonderform der Psychotherapie, die auf der Ebene des Unterbewusstseins arbeitet.
Durch den direkten Kontakt zu den tiefen Ebenen des Unterbewusstseins kann der Hypnosetherapeut viel direkter arbeite als dies in der regulären Psychotherapie möglich ist.
Die Schweißdrüsen werden hauptsächlich über das sympathische Nervensystem bzw. den Sympathikus gesteuert.
Der Sympathikus ist Teil des vegetativen Nervensystems, das wichtige Körperfunktionen wie den Herzschlag, die Atmung oder eben die Schweißproduktion kontrolliert.
Hypnosetherapie: Direkte Wirkung über das Unterbewusstsein
Die Regulation der Schweißproduktion erfolgt auf unterschiedliche Art und Weise.
Unter anderem sind der Botenstoff Acetylcholin und der Hypothalamus im Zwischenhirn daran beteiligt.
Sind die Regulationsprozesse gestört, kann es zu übermäßigem Schwitzen kommen.
Hier kann die Hypnosetherapie ganz direkt auf diesen Regulationsmechanismus einwirken.
Dadurch können meist deutlich schnellere und vor allem nachhaltige Verbesserungen erzielt werden als in anderen Therapieformen.
Die Hypnosetherapie hilft also nicht nur, die mit dem Schwitzen verbundenen Angst- und Stressreaktionen zu reduzieren, sondern sie wirkt direkt an den auslösenden Ursachen.
Dadurch ist die Wirkung der Hypnosetherapie meist nachhaltig und dauerhaft.
Wie wirkt Hypnosetherapie?
Im Gegensatz zur regulären Psychotherapie werden in der modernen Hypnosetherapie mentale Techniken wie z.B. Hypnose genutzt, mit denen meist deutlich schneller tiefgreifende Veränderungen im Unterbewusstsein erzielt werden können – auch bei den verantwortlichen Auslösern von übermäßigem Schwitzen
Mit diesen Techniken können zahlreiche Störungen im psychischen und psychosomatischen Bereich meistens relativ schnell und effizient behandelt werden.
Hypnose – Fokussierte Aufmerksamkeit bei gleichzeitiger tiefster Entspannung.
In der Hypnosepraxis beginnt eine Hypnosetherapie-Sitzung zur Behandlung von übermäßigem Schwitzen normalerweise mit einem ausführlichen Gespräch.
Der Therapeut ermittelt dabei die spezifischen Auslöser und Symptome der Störung sowie die konkreten psychischen Belastungen.
Anschließend wird der Patient in einen tiefenentspannten Zustand versetzt, in dem der Hypnosetherapeut gemeinsam im Dialog mit dem Patienten die auslösenden Faktoren des Schwitzens exploriert und aufdeckt und diese anschliessend verarbeitet und auflöst.
Nur in der hypnotischen Trance, einem Zustand tiefster Entspannung bei gleichzeitiger erhöhter Konzentration, ist der Zugang zu den sehr tiefen Ebenen des Bewusstseins möglich.
Durch diesen direkten Zugang kann der Hypnosetherapeut sehr viel direkter arbeiten, als dies in anderen Therapieformen möglich ist, und er kann bei vielen Problemen und Störungen wie übermäßigem Schwitzen oft deutlich schnellere Verbesserungen erzielen.
Vorteil der Hypnosetherapie:
Die auslösenden Ursachen, die für das übermäßige Schwitzen verantwortlich sind, werden aufgedeckt, verarbeitet und schliesslich vollständig aufgelöst.
Sind die auslösenden Ursachen einmal aufgelöst, verschwindet das Symptom und es kommt nicht wieder.
Oft reichen bereits wenige Behandlungssitzungen für eine deutliche Verbesserung der Situation.
Nachteil:
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen leider bis heute die Behandlungskosten der Hypnosetherapie nicht.
Hier muss man also abwägen, ob die Auflösung der Störung es nicht wert ist, die Kosten der Behandlung auch selbst zu tragen.
Wirkung von Hypnosetherapie gegen Schwitzen
• Aufdecken und verarbeiten der für das Schwitzen verantwortlichen Ursachen
• Auflösen der Ängste, die möglicherweise auch als Auslöser fungieren
• Verringerung des Faktors Stress als Ursache des Schwitzens
• Tiefe Entspannung, die dauerhaft konditioniert werden kann
• Beruhigung des vegetativen Nervensystems
• Neuverknüpfung emotionaler Trigger
• Dadurch Reduzierung bis zur völligen Auflösung der Schwitzattacken
• Aufbau innerer Ruhe und Kontrolle
Viele Betroffene berichten bereits nach wenigen Sitzungen über deutliche Verbesserungen im Alltag.
Zusammenfassung: Übermäßiges Schwitzen ist behandelbar
Ob übermäßiges Schwitzen, starkes Schwitzen ohne erkennbare Ursache oder Hyperhidrose – Betroffene müssen nicht dauerhaft unter Schwitzattacken bzw. Schweißausbrüchen oder der damit verbundenen psychischen Belastung leiden.
Durch die moderne Hypnosetherapie gibt es sehr gute Möglichkeiten, das Symptom „übermäßiges Schwitzen“
deutlich zu verringern oder sogar vollständig aufzulösen und damit die Lebensqualität deutlich zu verbessern.
Wenn Sie weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns bitte.
Wir beraten Sie gerne
.
Übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose)
Ursachen, Symptome und wirksame Behandlungsmöglichkeiten
Weitere ausführliche Informationen und hilfreiche Tipps
Was ist Hyperhidrose?
Übermäßiges Schwitzen, medizinisch als Hyperhidrose oder auch Hyperhidrosis bezeichnet, betrifft viele Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen.
Bei der Hyperhidrose produzieren die Schweißdrüsen deutlich mehr Schweiß, als für die Temperaturregulation notwendig wäre.
Während Schwitzen eine natürliche und lebenswichtige Funktion zur Regulierung der Hauttemperatur ist, geht es bei der Hyperhidrose um eine krankhaft gesteigerte Schweißbildung, die unabhängig von Temperaturen, Sport, Bewegung, Aktivität oder körperlicher Anstrengung auftreten kann.
Für betroffene Patienten ist übermäßiges Schwitzen häufig mit starken Emotionen, Scham und Einschränkungen im Alltag verbunden.
Zudem sind sie ständig bemüht, besondere Maßnahmen zur Körperhygiene zu beachten.
Die Schweißbildung kann lokal begrenzt sein, etwa an den Achseln, Handflächen oder anderen Bereichen bzw. Arealen, sie kann aber auch den ganzen Körper betreffen.
Viele Menschen berichten, dass sie bereits in der Pubertät erste Symptome von starkem Schwitzen bemerken.
Ursachen von übermäßigem Schwitzen
Die Ursachen von unphysiologischem Schwitzen bei Hyperhidrose sind vielfältig:
• Überaktive Schweißdrüsen
• Genetische Faktoren (familiäre Erfahrung mit Hyperhidrosis)
• Hormonelle Veränderungen, z. B. in der Pubertät
• Psychische Belastungen, Traumata oder Angststörungen
• Stressbedingte Emotionen
• Bestimmte Erkrankungen oder Medikamente
In vielen Fällen verstärken seelische Faktoren das Schwitzen, selbst wenn die Hauttemperatur normal ist.
Symptome und typische Areale
Typische Symptome der Hyperhidrose sind:
• Starkes Schwitzen ohne körperliche Anstrengung
• Nasse Handflächen, feuchte Achseln
• Sichtbare Schweißflecken trotz passender Bekleidung
• Kältegefühl durch Verdunstung von Schweiß
• Soziale Unsicherheit und Rückzug
Besonders betroffen sind Bereiche wie Hände, Füße, Gesicht und Achseln
Gefahren, Folgen und Begleiterscheinungen
Unbehandeltes übermäßiges Schwitzen kann verschiedene Folgen haben:
• Hautreizungen und Infektionen
• Psychische Belastung, soziale Isolation
• Entwicklung von Angststörungen
• Einschränkung im Beruf und Alltag
Viele Hyperhidrose-Patienten fühlen sich unverstanden und suchen lange keine Hilfe.
Diagnose: Wann zum Arzt?
Die Diagnose einer Hyperhidrose sollte immer durch einen Arzt oder einen erfahrenen Therapeuten erfolgen.
Der Arzt prüft, ob eine primäre oder sekundäre Hyperhidrose vorliegt, und klärt mögliche körperliche Ursachen.
Erst danach können passende Maßnahmen und Möglichkeiten der richtigen Behandlung gewählt werden.
Behandlungsmöglichkeiten bei Hyperhidrose
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, übermäßiges Schwitzen zu behandeln
Allgemeine Maßnahmen und Tipps
• Atmungsaktive Bekleidung
• Vermeidung von schweißtreibenden Mitteln
• Angepasster Sport
• Alltägliche Tipps zur Stressreduktion
• Besondere Maßnahmen zur Hygiene
Diese Maßnahmen können helfen, sind aber nicht in allen Fällen eine dauerhafte Lösung.
Psychotherapie zur Unterstützung
Die Psychotherapie kann eine wirksame Therapieform darstellen, wenn Schwitzen durch Stress, Traumata oder Angststörungen verstärkt wird.
In der Psychotherapie sollen Patienten lernen, mit belastenden Emotionen umzugehen, Auslöser zu erkennen und neue Bewältigungsstrategien zu entwickeln.
Die Wirksamkeit psychotherapeutischer Methoden zeigt sich besonders bei stressbedingter Hyperhidrose.
Hypnosetherapie bei übermäßigem Schwitzen
Die moderne therapeutische Hypnose bzw. Hypnosetherapie ist eine sanfte, aber meist sehr wirkungsvolle Therapie bei Hyperhidrose.
Durch spezielle Mentaltechniken der Hypnosetherapie kann auf fast alle Körperfunktionen eingewirkt werden.
Da Hypnose direkt mit dem Unterbewusstsein arbeitet, in dem alle Körperfunktionen gesteuert werden, kann in der Hypnosetherapie ganz direkt auf die Ursachen der Schweissbildung eingewirkt werden.
Zudem können in der Trance unbewusste Stressreaktionen beeinflusst werden, die die Schweißbildung steigern.
In den Hypnosesitzungen arbeiten Patienten und Therapeuten gemeinsam an innerer Ruhe, Stressabbau und der Regulation von Schwitzen.
Die meisten Patienten berichten nach der Hypnosesitzung von positiver Erfahrung und verbesserter Kontrolle über den Schweiß
Unterstützung, Hilfe und häufige Fragen
Viele betroffene Menschen sind unsicher und haben Frage zur richtigen Behandlung von Hyperhidrose.
Wichtig ist, sich frühzeitig Hilfe und Unterstützung zu holen.
Eine Kombination aus medizinischer Abklärung und moderner Hypnosetherapie sowie den beschriebenen alltagstauglichen Maßnahmen bietet oft die beste Lösung.
Zusammenfassung
Übermäßiges Schwitzen durch Hyperhidrose ist für viele Menschen eine große Belastung, aber es gibt wirksame Möglichkeiten der Behandlung.
Neben der medizinischen Diagnose spielt die moderne therapeutische Hypnose bzw. Hypnosetherapie und gezielte Maßnahmen sowie die besondere Hygiene eine wichtige Rolle.
Mit der richtigen Therapie und den passenden Methoden sowie individueller Unterstützung lassen sich Symptome meist sehr gut lindern und die Lebensqualität deutlich verbessern.
Wenn Sie weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns bitte.
Wir beraten Sie gerne

